

2007-02-07 13:08
Robert de Niro hat eine, Brad Pitt und Harrison Ford auch: eine typische, markante Stimme - wenn auch "nur" via Synchronsprecher. Hat der Billa-Hausverstand auch eine? Oder der unauffällige Erste-Bank-Berater im TV-Spot. Wie wichtig die Stimme ist, untersucht eine Studie von Vivien Zuta von der Universität Frankfurt.
Die Stimme eines Mannes spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie attraktiv er für eine Frau ist. Wer eine "schöne" Stimme hat, aber sonst kein Adonis ist, kann bei Frauen trotzdem punkten. Aber die Umkehrung gilt ebenfalls: Ein gepflegter, gut aussehender Mann kann unter Umständen auf eine Frau enttäuschend wirken, wenn seine Stimme nicht wohlklingend ist. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Männerstimmen müssen nicht tief sein, um als attraktiv empfunden zu werden! Zudem gibt es markante interkulturelle Unterschiede: Was einer Deutsche Frau nicht gefällt, kann für eine Französin oder eine Engländerin nicht störend oder sogar erotisch sein.
Die männliche Durchschnittsstimme hat eine Grundfrequenz von etwa 120 Hertz. Ein Mann braucht nicht daran zu arbeiten, sie tiefer klingen zu lassen. Wichtiger ist, dass die Sprechmelodie nicht zu sehr von der Grundfrequenz abweicht. Eine ebenso wichtige Rolle spielen die Sprechgeschwindigkeit und das Pausenverhalten.
Doch eine Stimme klingt nicht universell angenehm oder unangenehm. Wer im Deutschen - außer wenn er Schnupfen hat - Laute nasaliert ausspricht, kommt bei den deutschen Frauen damit nicht gut an. Französinnen dagegen stoßen sich nicht an den in ihrer Sprache üblichen nasalen Lauten.
Vivien Zuta hat weibliche Versuchspersonen die Attraktivität von Männern nach deren Stimmen beurteilen lassen. Dabei bekam übrigens der Mann die beste Bewertung, der die höchste Stimme hatte.
Übrigens: die deutsche Stimme von Brad Pitt ist Tobias Meister.
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